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Nach der Befragung von 1000 Jugendlichen in Nürnberg hat sich die Evangelische Jugend Nürnberg (ejn) daran gemacht, die Ergebnisse ihrer Studie auszuwerten und darauf aufbauend die eigene Arbeit zu evaluieren und anzupassen.

Jugendliche sind nach wie vor an Glaubensthemen interessiert, das war eine der wichtigsten Erkenntnisse der Befragung. Sie wünschen sich neben Anregungen für den eigenen Glauben auch geschützte Räume sowie kompetente Begleitung und Gemeinschaft, um den eigenen Glauben zu erkunden. Viele Befragten gaben an, ihren Glauben zu leben, indem sie sich für andere einsetzen. Gerade dafür bietet die ejn Platz: Neben vielfältigen theologischen Bildungsangeboten wird ehrenamtliches Engagement ermöglicht und unterstützt.

Junge Menschen möchten ihre eigenen Fähigkeiten einbringen, mitbestimmen und mitgestalten. Diesem Wunsch nach Partizipation kommt der Jugendverband bereits seit vielen Jahren nach. Seit dem Bekanntwerden der Studienergebnisse wurden Gremien aber noch basisdemokratischer in Parlamente umstrukturiert. Zudem wird nun jährlich abgefragt, zu welchen Themen Schulungen angeboten werden sollen. Die ejn ist stolz darauf, dass im Befragungszeitraum hunderte Jugendliche in Gremien aktiv die evangelische Jugendarbeit gestaltet haben.

In der Studie wurde auch ein besonderes Augenmerk auf die Übergänge von der Arbeit mit Kindern in die Jugendarbeit und weiter in die Erwachsenenarbeit gelegt. In den Nürnberger Kirchengemeinden gibt es bereits eine enge Verknüpfung der Arbeit mit Konfirmand*innen und der Jugendarbeit. Beim Übergang von der Jugendarbeit in die Erwachsenengemeinde muss dieser Vernetzungsgedanke in den kommenden Jahren noch stärker bedacht werden.

Gefreut hat sich die ejn darüber, dass es zur Frage nach dem eigenen Image zahlreiche positive Rückmeldungen gab. Neben dem Ausbau des Charakters als Servicestelle für Kirchengemeinden soll die Identifikation als eine evangelische Jugend in Nürnberg in Zukunft noch gestärkt werden – alle aktiven Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen in Kirchengemeinden, Jugendhäusern, dem Aktivspielplatz und der Jugendkirche LUX gehören dazu!

Die Studie hat auch die Bedeutung der Hauptberuflichen in der evangelischen Jugendarbeit untersucht. Die vielfältigen Anforderungen von der Begleitung von Ehrenamtlichen über Seelsorge bis zum Setzen von Glaubensanregungen stellen hohe zeitliche Anforderungen an die Mitarbeitenden. Es ist und bleibt die Aufgabe der ejn weiterhin darauf zu achten, dass die Erwartungen mit den zeitlichen Ressourcen vereinbar und gut leistbar sind.

Insgesamt waren die Studienergebnisse und die vertiefte Auseinandersetzung damit im Anschluss eine Vergewisserung: Die ejn arbeitet nah an den Themen der Jugendlichen und geht deren Wünschen nach.

Hier kannst du dir die Jugendstudie herunterladen