Schwerpunkte und Zielgruppen

Die Arbeit richtet sich überwiegend an junge Menschen, die durch strukturelle oder individuelle Benachteiligung in besonderem Maß auf Unterstützung angewiesen sind. Jugendbildungsreferent, Danny Zuber, arbeitet daher vornehmlich mit Besucher*innen aus den offenen Einrichtungen der Evangelischen Jugend Nürnberg, Jugendlichen aus der Jugendhilfe, Mittelschüler*innen und jungen Geflüchteten.

Der thematische Schwerpunkt liegt besonders auf der Arbeit gegen Rechtsextremismus, insbesondere der Neuen Rechten. Die verfolgte Präventionsarbeit soll dazu beitragen, die Jugendlichen zu informieren und entsprechende Handlungsoptionen im Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu erlangen. Neben rechten Erscheinungen in der „analogen“ Welt kommt der rechten Agitation im Virtuellen und in Sozialen Netzwerken im Speziellen eine besondere Bedeutung zu. Der digitale Raum stellt einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit dar. Die Jugendlichen werden dabei begleitet, sich mit den Folgen der Digitalisierung für unsere Gesellschaft und Demokratie auseinanderzusetzen.

Formate

Die Gesellschaftspolitische Jugendbildung der Evangelischen Jugendsozialarbeit Bayern (EJSA) – angegliedert an die ejn – nutzt in der Arbeit mit Jugendlichen seit Jahren erprobte Formate und geht gleichzeitig neue Wege um die Jugendlichen zu begleiten und zu unterstützen.

Durch verschiedene kulturelle Angebote, wie Theaterprojekte oder Städtefahrten, wird den Jugendlichen der Zugang zu gesellschaftspolitischen Themenbereichen geöffnet. Der Spaß und das gemeinsame Gruppenerlebnis stehen dabei zunächst im Vordergrund. Durch die gemeinsamen Momente wird ein Zugang zu den jungen Menschen hergestellt und eine kreative Arbeitsatmosphäre geschaffen. Es entsteht ein Raum, der den Teilnehmer*innen Lust auf gemeinsames Denken und thematischen Austausch bietet und sie zu politischem Handeln anregt. Dies bildet die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit.

Die Formate zeichnen sich durch einen hohen Grad an Partizipation, Subjektorientierung und Beziehungsarbeit, Prozessoffenheit und Flexibilität aus. Den Jugendlichen wird ehrliches Interesse an ihrer Person, ihrer Lebenswelt und ihren Themen entgegengebracht. Durch die positive Rückmeldung sowie das Erfahren von Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit werden sie dazu angeregt sich mit gesellschaftspolitischen Themen auseinanderzusetzen und sich in den Politikbetrieb einzubringen.

Netzwerkarbeit

Die Netzwerkarbeit spielt eine zentrale Rolle, welche sowohl auf lokaler als auch landes- und bundesweiter Ebene stattfindet. Exemplarisch können hier verschiedene interkulturelle Veranstaltungen mit Teilnehmer*innen aus ganz Nürnberg angeführt werden. Des Weiteren wirkt die Gesellschaftspolitische Jugendbildung bei der Allianz gegen Rechtsextremismus und dem Runden Tisch gegen Rechtsextremismus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern mit. Auf Bundesebene erfolgt eine Zusammenarbeit mit der Evangelischen Trägergruppe für Gesellschaftspolitische Jugendbildung.

Zukunft gestalten

Zusammen mit den Jugendlichen wollen wir den Fragen nachgehen: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wie kann diese gestaltet werden? Was kann ich dazu beitragen? Die Jugendlichen nehmen Veränderungen in der Welt sowie dem Land und dem Stadtteil in dem sie leben wahr. Die Gesellschaftspolitische Jugendbildung will den Jugendlichen Raum, Zeit, Gelegenheit und Begegnungsmöglichkeiten geben um sich mit diesen Fragen zu beschäftigen. Sie werden dazu ermutigt, ihre Meinungen zu bilden, Ideen zu entwickeln und diese auch zu formulieren und zu reflektieren. Die jungen Menschen werden dazu befähigt, sich gesellschaftlich und politisch einzubringen, um bei der Bewältigung der Herausforderungen für die Gestaltung unserer Zukunft teilhaben zu können.

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