Die Jugendverbandsarbeit ist seit längerem durch zwei Entwicklungen herausgefordert, die eng mit dem Bildungssystem Schule verbunden sind. Einerseits reicht der ‚lange Arm‘ der Schule immer weiter in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen hinein. Dies zeigt sich zum Beispiel am Ausbau der Ganztagsbetreuung. Andererseits öffnen sich Schulen mehr und mehr auch ihrem sozialen Umfeld und verstehen sich als Partner in den lokalen Bildungslandschaften vor Ort.

In diesem Kontext sehen wir gemäß § 11 Abs. 3 des SGB VIII als Kernaufgabe unserer schulbezogenen Kinder- und Jugendarbeit die allgemeine Förderung der Persönlichkeit als Kinder und Jugendliche und nicht nur als Schülerinnen und Schüler. Unsere Angebote unterstützen insbesondere das soziale Lernen, bieten Orientierung in der individuellen Lebensführung und regen Engagement und Verantwortungsübernahme an bzw. befähigen dazu. Bei den entsprechenden Angeboten sind die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler, die Berücksichtigung ihrer Vorstellungen sowie die aktive Einbeziehung in die Planung und Durchführung der Maßnahmen und Projekte grundlegend.

Handlungsleitend ist für uns dabei die These, dass Bildung nicht nur mehr ist als Schule, sondern dass die informellen und formellen Bestandteile von Lernen und Erziehung gut aufeinander abgestimmt sein müssen, damit Kinder und Jugendliche im Hinblick auf gesellschaftliche Teilhabe profitieren können. Gerade die Jugendverbandsarbeit hat vor diesem Hintergrund eine große Chance, ist in ihren Programmen und Angeboten doch auch das Ausprobieren und Scheitern ebenso möglich wie ein spielerisches Lernen ohne Druck.

Die Schulbezogenen Angebote im Überblick

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